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Geschichte
Zukunftsperspektiven
Kyoto
Kyoto
Protokoll
Europa
EU-Richtlinie
Entwicklungsländer
Öffentliche
Meinung
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Geschichte
Seit der Mensch Maschinen anzutreiben hat, nutzt er dazu auch Windkraft. Mitte des 19.Jahrhunderts z.b. waren in Europa ca.200.000 Windmühlen in landwirtschaftlichem Einsatz. Würde man alle historischen Windkraftstandorte Deutschlands mit modernen Anlagen bestücken, könnte man 30% des deutschen Stromverbrauchs decken.
Versuche, die Windkraft zur Stromerzeugung zu nutzen, gibt es seit Beginn des 20.Jahrhunderts.
Den ersten kurzen Boom erlebte der Windstrom während der Erdölkrise in den 70er Jahren, aber erst seit den Neunziger Jahren machen Wissenschaft und Technik enorme Fortschritte, so daß sich die Windenergieerzeugung zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickeln konnte.
Zukunftsperspektiven
BTM Consult, ein unabhängiges dänisches Beratungsunternehmen, das auf Erneuerbare Energie spezialisiert ist, hat 1999 zwei mögliche Szenarios zur Zukunft der Windenergie entworfen.
Das erste, pessimistischere Szenario geht von einer geringen politischen Unterstützung der Staatengemeinschaft aus. Dennoch werden bis 2025 10% des weltweiten Stromverbrauchs aus Windkraft generiert. Die CO² Reduktion werde jährlich 1,41 Gigatonnen betragen, der Preis für eine Kilowattstunde Windstrom werde von den heutigen mehr als 5 US-cent auf ca. 3,1 US-cent fallen.
Die optimistischere Prognose nimmt an, daß die internationale Staatengemeinschaft die Erneuerbaren Energien in Zukunft stärker politisch unterstützen werde. Daher können die 10% Anteil an der Weltstromerzeugung bis 2016/17 erreicht werden. BTM geht in diesem Fall von einem jährlichen Wachstum von 28-30% in der Windkraftbranche aus.
Der weltweite Windkraft-Umsatz soll von 3,8 Mrd.$ im Jahr 1999 auf 7,5 Mrd.$ im Jahr 2004 steigen. Europa wird voraussichtlich führend bleiben, die USA verfügen zwar über enormes Potential, der politische Wille ist aber noch nicht da.
Kyoto
Am 21.März 1994 trat, von der UNO initiiert, die weltweite Klimakonvention in Kraft. Mehr als zwei Jahre war daran gearbeitet worden, über 175 Staaten hatten sie ratifiziert.
Als Endziel wurde die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau formuliert, das eine gefährliche Störung des Klimasystems verhindert. Dieses Ziel sollte innerhalb eines Zeitraums erreicht werden, der ausreiche, dass sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können, die Nahrungsmittelerzeugung nicht gefährdet wird und die wirtschaftliche Entwicklung auf nachhaltige Weise fortgeführt werden kann.
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, daß die Konvention ein guter Anfang war, daß aber stärkere und weitreichendere Maßnahmen immer notwendiger wurden.
Daher fand im Dezember 1997 die Konferenz von Kyoto statt, anläßlich derer das Kyoto-Protokoll verabschiedet wurde.
Kyoto Protokoll
Anläßlich der im Dezember 1997 in Kyoto stattfindenden Konferenz wurde das Kyoto-Protokoll verabschiedet.
Darin beschlossen die teilnehmenden Staaten neben vielen anderen Maßnahmen
zur Verhinderung des Klimawandels die
Erforschung und Förderung, Entwicklung und vermehrte Nutzung von neuen
und erneuerbaren Energieformen, von Technologien zur Bindung von Kohlendioxid
und von fortschrittlichen und innovativen umweltverträglichen Technologien.
Es wurde festgelegt, daß die industrialisierten Länder im Zeitraum von 2008-2012 ihre Treibhausgasemissionen auf ein Niveau absenken sollen, das um mindestens 5% unter dem von 1990 liegen sollte. In diesem Zusammenhang kommt der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien große Bedeutung zu, was sichtlich auch die Politik schon erkannt hat.
Europa
Die Förderung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ist ein erklärtes Ziel der EU.
Diese erneuerbaren Energieformen können wegen ihrer höheren Erzeugungskosten noch nicht mit konventionellen Energien am Markt konkurrieren. Im Gegensatz zu Konventionellen arbeiten die Erneuerbaren mit Vollkostenrechnuing. Daher bedürfen die meisten eneuerbaren Energien nach Einschätzung der Kommission weiterer Unterstützung.
Die Kommission gab im Jahr 1997 das Weißbuch zur Energieerzeugung heraus, in dem festgelegt wurde, dass bis 2010 eine Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch der EU von 6% auf 12 % erreicht werden soll.
Die diesbezügliche EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energieträgern im europäischen Binnenmarkt wurde im Herbst 2001 beschlossen und veröffentlicht. Sie muss von den Mitgliedsstaaten binnen 2 Jahren umgesetzt werden.
Die EU-Richtlinie
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In der EU-Richtlinie ist festgelegt, |
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dass der durch erneuerbare Energien gedeckte Stromverbrauch von 14% (1997) auf 22% im Jahr 2010 gesteigert werden soll. Die Mitgliedsländer setzen dabei nationale Ziele. Österreich: von 70 % auf 78% bis 2010, wobei Großwasserkraft und Verbrennung des abbaubaren Hausmülls auch unter erneuerbare Energie fallen. |
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4 Jahre lang nach Inkrafttreten der Richtlinie (also bis 2005) können die einzelnen Länder ihre EEs freigeregelt fördern, die Förderregeln werden beobachtet und nach Ablauf der 4 Jahre bewertet. Dann soll ein Gemeinschaftsrahmen erarbeitet werden, der mit Übergangsbestimmungen von mindestens 7 Jahren in Kraft treten soll. Das bedeutet, daß die nationalen Fördersysteme bis 2012 beibehalten werden können. |
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Ein System von Herkunftsnachweisen für EE-Strom wird entwickelt. |
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Die Staaten bemühen sich, Hindernisse für Verwaltung und Planung zu beseitigen |
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Vorrangiger Netzzugang für EEs wird garantiert |
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Ein Bericht über die Internalisierung externer Kosten bei konventioneller Energieerzeugung und eine Untersuchung über die Auswirkung staatlicher Beihilfen für die Konventionellen werden erarbeitet. |
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Entwicklungsländer
Gerade für Entwicklungsländer ist Windenergie eine echte Alternative, da nach der Installierung eines Windparks keinerlei Rohstoffbedarf mehr besteht.
Sobald die Windkraftanlage steht, ist die produzierte Energie sofort problemlos verfügbar, ein wichtiger Umstand für Länder, die oft unter Energiemangel leiden. Außerdem schafft Windkraft Unabhängigkeit von Stromimporten, verringert somit die Schuldenlast der ärmeren und armen Länder.
Auch für die kleineren Inseln der Karibik oder anderer Inselgruppen, die bislang meistens ihren Strom mittels Dieselgeneratoren erzeugen, birgt die Windenergie große Vorteile.
Öffentliche Meinung
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Eine Umfrage von Greenpeace zum Thema Temelin und Ökostrom im Mai 2001 brachte folgende Ergebnisse: |
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91% der befragten Österreicher gaben an, gegen Atomimporte zu sein. Dafür wären sie auch bereit, höhere Tarife zu zahlen. |
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76% sprachen sich gegen eine Begrenzung des Ausbaus von Ökostrom aus. |
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Nur 14% der Befragten wollen eine Begrenzung der finanziellen Mehrbelastung aufgrund von Erneuerbaren Energien auf 7 €/Jahr. |
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6% sind überhaupt nicht bereit, mehr zu zahlen. |
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82% der Befragten sind für eine Herkunftsbezeichnung des Stroms |
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12% ist es völlig egal, wo ihr Strom herkommt, unter welchen Bedingungen er produziert wurde. |
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Das heißt also, dass das Bewußtsein der Österreicher für die Notwendigkeit der Erneuerbaren Energien, natürlich auch im Zuge der Temelin-Debatte, stark ausgeprägt ist. Wie die Umfrage zeigt, ist die Mehrheit der Österreicher sogar dazu bereit, höhere Kosten für sauberen Strom in Kauf zu nehmen. |
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