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Mitte August 2002 rief die Tauernwind Windkraftanlagen GmbH einen
Architektenwettbewerb zum Um- und Ausbau der Klosterneuburger Hütte
in Oberzeiring aus.
Verlangt war laut Ausschreibung
die bestehende Klosterneuburger Hütte so um- oder auszubauen,
dass sie für den Windpark als Besucherzentrum fungieren kann.
Der Gastronomiebereich sollte vergrößert, Platz für
eine Ausstellung über erneuerbare Energien und Seminarräume
sollten geschaffen werden. Die Strukturen sollten möglichst
flexibel gestaltet sein, die Bewirtschaftung sollte leicht und ohne
übergroßen Aufwand ermöglicht werden.
In ästhetischer Hinsicht war es der ausdrückliche Wille
des Auslobers, auf Alpenkitsch zu verzichten und sich vielmehr Gedanken
über die Verschmelzung von High Tech und Natur zu machen und
so vielleicht einen neuen Weg im alpinen Bauen einzuschlagen.
Am 14. November fand die Jurysitzung statt. Die fünfköpfige
Jury unter dem Vorsitz von Arch.D.I.Konrad Frey aus Graz benötigte
fast zwölf Stunden, um aus den 18 eingereichten Projekten drei
erste Plätze und drei
Anerkennungspreise zu filtern.
Erst nach längeren
Diskussionen ging "der Flügel" von Titus Pernthaler
als Sieger hervor. Der Architekt schlägt einen kompletten Neubau
der Hütte vor, dessen Form sich von einem Rotorblatt ableitet.
Den zweiten Platz errang Wolfgang Schwarzenbacher, Salzburg, mit
einem sehr sensiblen Entwurf, der die bestehende Hütte "einhaust".
Der dritte Preis ging an Georg Giebeler, Köln, der quasi zu
Füßen der Klosterneuburger Hütte ein neues Gebäude
in den Berg schmiegt.
Die drei Anerkennungspreise erhielten Wolfgang Feyferlik/Susanne
Fritzer aus Graz, Johannes Melbinger aus Graz und Markus Prackwieser
von dinA4 Architekten aus Innsbruck.
Die Fotos der Projekte
10, 1, 12, 8 und 3 stammen von den jeweiligen Architekten. Alle
anderen Fotos wurden von der Tauernwind Windkraftanlagen GmbH nach
Genehmigung durch die Architekten erstellt. Die Veröffentlichung
sämtlicher Angaben und Fotos erfolgt mit Zustimmung der Architekten.
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